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Was muss in der Schweiz alles versteuert werden?

Oft herrscht Unklarheit darüber, welche Gegenstände in der Schweiz alle versteuert werden müssen. Zunächst muss gesagt werden, dass nicht der Bund Vermögen besteuert, sondern der Kanton. Dadurch ergeben sich 26 verschiedene Steuerpraxen, was das korrekte Deklarieren der Gegenstände angeht. Hierbei hilft oft auch die Anleitung zum Ausfüllen der Steuererklärung nicht weiter. Und in welchem Umfang der Besitz noch als steuerfrei eingestuft werden kann, hängt vor allem von den Einkommens- und Vermögensverhältnissen ab. Wenn Unklarheit besteht, sollte man sich an die lokale Steuerbehörde wenden. 

Was muss alles in der Schweiz versteuert werden?

1. Vermögenswerte

Aufzuführen sind im Wertschriftenverzeichnis die Salben per 31. Dezember und auch auf dem Sparkonto hinterlegte Mietkautionen. Zudem müssen auch handelbare Aktien, Obligationen, Fondsanteile und auch strukturierte Produkte angegeben werden. Nicht börsengehandelte Aktien können in der Regel mit dem Steuerwert des Vorjahres eingetragen werden. Auch wenn die entsprechende Summe einer Anschaffung zu diesem Zeitpunkt nicht vorhanden ist, muss sie dennoch in dem Wertschriftenverzeichnis angegeben werden. Ähnliches gilt auch für den Fall, dass jemandem Geld geliehen wurde. In diesem Fall muss man die gesamte Summe als Forderung aufführen. 

2. Tiere

Logischerweise kann ein Pferd kaum verborgen werden. Daher kommt man nicht drum rum, dieses zu versteuern. In einigen Kantonen wird das Tier sogar als „Sportgerät“ eingestuft. Anders sieht es bei Kleintieren, wie zum Beispiel Hamstern, Kaninchen oder Meerschweinchen aus. Doch wo wird hier die Grenze gezogen? Wenn zum Golden Retriever als Hobby gezüchtet werden und man dann infolge dessen einige reinrassige Hunde hat, die verkauft werden sollen, kann schon eine enorme Summe zusammen kommen. Diese gilt es natürlich zu versteuern. Das kann auch nicht wirklich verschleiert werden, da man ja Hundesteuern zahlt und dann auffallen würde, wenn die Vierbeiner ihren Besitzer wechseln würden.

3. Persönliche Gebrauchsgegenstände

Nicht versteuert werden müssen Kleidungsstücke, diverse Sportgeräte, Kameras und Musikinstrumente, wenn diese keine besonders wertvollen Einzelstücke sind. Und auch Schmuck muss in der Regel nicht versteuert werden, auch nicht wenn es sich um Luxusuhren, teure Eheringe und hochwertige Ketten handelt. Anders sieht es aus, wenn eine große Sammlung an Luxusuhren vorhanden ist, die einen großen Teil des jeweiligen Vermögens ausmachen. Denn diese würde als hochwertige Sammlung eingestuft und müsste daher versteuert werden. Bei Briefmarken ist der sogenannte Verkehrswert ungefähr in der Steuererklärung einzusetzen. 

3.1 Fahrzeuge

Boote, Autos, Motorräder und auch Segelflugzeuge zählen nicht zu den sogenannten steuerfreien Sportgeräten. Die Basis dieser Versteuerung bildet der Kaufpreis des jeweiligen Fahrzeugs, der sich jedes Jahr um 20 bis 40 % vermindert und so den Steuerwert bildet. Autos, die bereits mehr als 7 Jahre genutzt werden, können in dem Kanton Aargau von der Vermögenssteuer befreit werden. Sind sie jedoch schon älter als 20 Jahre alt, werden sie als Oldtimer angesehen und könnten daher als sogenanntes Liebhaberobjekt taxiert werden.

3.2 Möbel

Wenn zum Beispiel eine wertvolle Kommode geerbt wird, sollte diese geschätzt und versichert werden. Und der jeweilige Versicherungswert ist dann in der nächsten Steuererklärung aufzuführen. Wird dies nicht getan, fällt dies zumeist bei einem Verkauf oder auch einem Schaden auf.

3.3 Gemälde

Sehr günstige Bilder sind dem steuerfreien Hausrat zuzuordnen. Sehr wertvolle Gemälde oder auch Skulpturen, die von berühmten Künstlern stammen, sind in den meisten Fällen versichert. Auch hier gilt der Versicherungswert als Verkehrswert, den es zu deklarieren gilt. Nach einigen Jahren sollte der Marktpreis neue eingeschätzt werden. Ansonsten könnte es sein, dass ein Nachsteuer- oder Bußenverfahren eingeleitet wird.
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